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Dienstag, 05 Februar 2019 09:12

Zwei Großbrände zur gleichen Zeit

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Zwei Großbrände zur gleichen Zeit Bilder Stefan Führer

Gegen 09:12 Uhr ging der Alarm über einen Brand in einem Gewerbebetrieb in Gars in der Landeswarnzentrale NÖ ein. Laut Alarmplan B2 wurden die Feuerwehren Gars am Kamp, Thunau und Zitternberg alarmiert.

Nach dem Eintreffen und Lageerkundung des Einsatzleiters wurde festgestellt, daß im Bereich des Hackgutbunkers ein Brand ausgebrochen ist. Ein Atemschutztrupp des HLF3 führte sofort erste Löscharbeiten beim Schubboden durch. Die weiteren Einsatzkräfte errichteten zwischenzeitlich eine Wasserversorgung vom Löschteich.

Nach Absprache mit dem Betreiber wurde der Bunker mit einem Bagger ausgeräumt, großflächig verteilt und abgelöscht. Durch das ständige entnehmen von Hackgut aus dem Bunker tasteten sich die Einsatzkräfte weiter zum Brandherd vor. In den Mittagsstunden wurde die Brandlast wieder mehr und vom Einsatzleiter vorsichtshalber die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren der Umgebung angefordert. Weiters wurde eine weitere Wasserversorgung aufgebaut und die Drehleiter der FF Horn nachalarmiert um gezielt Wasser in den Bunker einzubringen. Der riesige Hackguthaufen neben dem Bunker musste ständig gekühlt werden um eine noch weitere Brandausbreitung zu verhindern. 

Um 14:23 Uhr wurde der Einsatzleiter informiert daß in der Hornerstraße in Gars am Kamp ein Wohnhaus in Brand stehe. Sofort wurde ein Erkundungstrupp losgeschickt. Sämtliche abkömmlichen Einsatzkräfte wurden ebenfalls vom Gewerbebrand abgezogen, zusätzlich wurden die Feuerwehren Plank und Freischling aus dem Bezirk Krems und die Feuerwehr Rosenburg und Etzmannsdorf nachgefordert. Schnell war klar das es sich um ein in Brand geratenes Carports sowie eines darunter geparkten PKWs handelte. Rasch wurde unter Atemschutz der Löschangriff eingeleitet, ein Übergreifen auf das Wohngebäude konnte von den Einsatzkräften gerade noch verhindert werden. Da unklar war ob sich Personen im Gebäude befinden wurde dieses gewaltsam geöffnet und von einem Atemschutztrupp der Feuerwehr Gars am Kamp abgesucht.

Aufgrund der hohen Brandlast musste das Carport welches mit dem Haus verbunden war abgetragen werden um sicherzustellen, dass sich in der Fassade des Hauses kein Brand fortgesetzt hat. Nach ca. 3 Stunden konnte die Einsatzstelle verlassen werden. 

Beim Brand im Gewerbegebiet gelang es mittlerweilen den Einsatzkräften gegen 18 Uhr am tiefsten Punkt des Hackgutbunkers vorzudringen und es konnte durch mehrere Atemschutztrupps und der Drehleiter Horn der Brand gezielt bekämpft werden. Es wurde während der Löscharbeiten durch einen Bagger das Brandgut auch immer wieder aus dem Bunker gehoben und in einem sicheren Bereich aufgestreut und abgelöscht.  

Um 22:45 Uhr konnten mit Absprache des Betreibers und die besprochenen Maßnahmen durch den Einsatzleiter endlich „Brandaus“ gegeben werden. 

Am darauffolgenden Tag in den Morgenstunden wird eine Einsatzmannschaft nochmals beim Ausräumen des Bunkers vor Ort sein. 

Die Feuerwehr Gars am Kamp möchte sich an dieser Stelle bei wirklich allen eingesetzten Kräften für die hervorragende Arbeitsleistung und Hilfestellung bedanken. Dies zeigt uns welch starken Zusammenhalt die Feuerwehren haben und wie schlagkräftig wir alle gemeinsam sind. 

Insgesamt waren bei den beiden Bränden 12 Feuerwehren mit 120 Mann und 24 Fahrzeugen im Einsatz.

Gelesen 1819 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 14 Februar 2019 15:27